message in a bottle

The concept

Transparency - Understanding - Clarity

Transparency in a very material sense defines our living environment. Life without window planes, glasses and bowls, contact lenses and other transparent devices seems unthinkable; these are everyday objects which we only perceive when they are missing or broken.

Yet, a whole other group of gadgets is based on transparency: cameras, mobile phones, television, computers, all of which would be disfunctionate without lenses or transparent planes.

Transparency in a figurative sense, on the other hand, is demanded in all areas of life as well. Transparent decisions in companies, politics and of course school is repeatedly in discussion and organisations like Transparency International try to achieve more clarity. In this sense, transparency also represents the opposite of dillusion, manipulation and corruption.

In its original sense, the meaning of transparency becomes obvious: understanding, realization and clarity. Closely related is the human notion of curiosity as a will to understand the world around it. In fact, the human perception of the world mostly depends on our ability to view it - our eyes being our transparent media through which we perceive the world around us.

This perception, however, can be distorted, manipulated and irritated, which is by no means a new realization. Most artists have repeatedly played with the fact that our eyes can be fooled. Trompe-l`oeil paintings and digitally manipulated photographs today are only two of many examples which can illustrate our desire to believe in the things we see.

These illusions are becoming more numerous in a world which communicates itself through seemingly transparent media such as television and the Internet. Photography at its base suggests reliability, no matter how many ways there are to manipulate the pictures we see. Pictures do not lie, thus what we see must be true. Yet, transparency in a documentary sense can no longer be counted on.

Still, modern media enable us to present our perspectives and views of the world around us in inumerable ways today. The concept of transparency therefore represents a fascinating topic of research for interdisciplinary projects such as ours.

 

Das Konzept

Transparenz im konkreten Sinne definiert unsere Lebenswelt. Ein Leben ohne Fensterscheiben, Gläser und andere Behältnisse, Brillen, Kontaktlinsen und diverse weitere Gegenstände ist undenkbar; es sind Objekte des Alltags, die wir im Grunde erst dann in ihrer Ganzheit wahrnehmen, wenn sie beschädigt sind.

Doch auch andere Selbstverständlichkeiten wären ohne transparente Materialien wie Glas nicht Teil unseres Lebens: Fotoapparate, Handys, Fernsehen, Computer, kaum ein elektronisches Gerät, das ohne Bildschirm bzw. optische Linsen seiner Funktion gerecht werden würde.

Auch Transparenz im übertragenen Sinne wird in allen Lebensbereichen eingefordert. Transparente Entscheidungen werden in Unternehmen, der Politik und nicht zuletzt in der Schule verlangt und Organisationen wie Transparency International bemühen sich eben dies zu erreichen. So gesehen steht Transparenz im Gegensatz zu Verschleierung, Manipulation und Korrumption.

Im Wortsinn wird hier die Bedeutung des Wortes "Transparenz" als Durchscheinen, Erkennbarkeit deutlich. Eng verwandt ist dieser Begriff mit jenen des Erkennens, Durchschauens und Verstehens. Die Suche nach Erkenntnis und Verständnis finden ihre Parallelen nicht allein in der menschlichen Neugier, sondern bereits ganz konkret in unseren körperlichen Bedingungen. Das offensichtlich transparenteste Organ unseres Körpers ist unser Auge, dessen Glaskörper das Licht einlässt und uns die optische Wahrnehmung der Welt ermöglicht.

Dass diese Wahrnehmung allerdings getäuscht werden kann, erscheint einerseits als keine besondere Erkenntnis, andererseits allerdings ein Aspekt mit dem sich Künstler aller Epochen intensiv auseinandergesetzt haben. Vom Trompe-l'oeil bis zu den heutigen Möglichkeiten der digitalen Bildmanipulation hat die Erzeugung einer glaubhaften Imitation von Welt unser Auge getäuscht.

Diese Täuschungen werden in einer zunehmend durch die Bildmedien bestimmten Welt immer weitreichender. Dennoch vertrauen wir dem Bild als gewissermaßen Transparenz gewährendes Medium: Fotografien erscheinen uns als Abbild der Realität, Fernsehberichte als Tatsachenberichte, denn Bilder lügen nicht: Dass sie dies durchaus tun, tut dennoch der Faszination Bild keinen Abbruch. Sie versichern uns unserer Wahrnehmung insofern, als sie einen kleinen Ausschnitt dessen repräsentieren können, was wir als unsere Realität wahrnehmen. Allerdings sind diese realitätsimitierenden Möglichkeiten sehr begrenzt. Transparenz in diesem Sinne können sie nicht erzeugen.

Unbegrenzt hingegen sind die Möglichkeiten mittels des Mediums Bild und insbesondere des künstlerisch intendierten Bildes unseren subjektiven Eindruck der Welt darzustellen. Die Erforschung des Begriffes Transparenz erscheint von seiten der Kunst nur naheliegend, da es ihr Anliegen ist, Erkenntnisse über die Welt zu erlangen, die über das unmittelbar Sichtbare hinausgehen. W. Müller